Impfung – Katzenseuche (FPV-Felines Parvovirus)

Die Impfung:

Von den Tierärzten wird eine Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche im Welpenalter empfohlen.
Dieser Impfschutz hält nach mehreren belegten Studien (Scott/Geissinger 1997/1999, Lappin 2002, Mouzin 2004) dann ca. 7,5 Jahre lang an!
Die Notwendigkeit für jährliche oder dreijährliche Wiederholungsimpfungen konnte in diesen Studien nicht nachgewiesen werden!

Die Grundimmunisierung (so wie sie auch in Deutschland in der Regel vorgenommen wird) erfolgt meist im Alter von 8 und 12 Wochen bzw. jeweils eine Woche später.

Die Seidentiger werden NICHT geimpft. 

Bitte informieren Sie sich vor der Impfung Ihrer Katze unbedingt zum Thema Impfungen unter:

https://haustierimpfung-mit-verstand.de

Katzenschnupfen

Katzenschnupfen (FHV-felines Herpesvirus, FCV-felines Calicivirus)

Die Erkrankung:

Katzenschnupfen ist eine Sammelbezeichnung für ansteckende Erkrankungen der Atemwege und der Schleimhäute des Kopfes bei Katzen. Synonym verwendet werden die Bezeichnungen infektiöse Katzenrhinitis, Katzenpneumonitis, cat flu und Rhinotracheitis infectiosa felis.
Es handelt sich hierbei also um einen Symptomkomplex, der durch unterschiedliche Erreger hervorgerufen wird, und Nase, Maulhöhle und Augen betrifft. Beteiligte Erreger sind verschiedene Viren (Herpes- und Caliciviren) und Bakterien (Chlamydien, Bordetellen und Mykoplasmen). Da die Erreger sich gegenseitig begünstigen und damit parallel auftreten können und Behandlung und Bekämpfung dieser Erkrankungen etliche Gemeinsamkeiten aufweisen, ist diese Sammelbezeichnung dennoch berechtigt.

Das Virus:

Felines Herpesvirus-1 (FeHV-1)
Herpesviren sind neben Caliciviren die häufigsten Auslöser eines Katzenschnupfens. Die Erkrankung durch FeHV-1 wird auch als Feline Virale Rhinotracheitis bezeichnet. Der Erreger befällt ausschließlich katzenartige Tiere. Außerhalb des Wirtes überlebt das Virus maximal 24 Stunden und wird von den meisten gängigen Desinfektionsmitteln zuverlässig inaktiviert.
Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit einem befallenen Tier oder auch indirekt durch Menschen, Futtermittel und Reinigungsgeräte. Bereits 24 Stunden nach der Infektion ist das Virus in Sekreten des Wirtes nachweisbar. Infolge seiner Unfähigkeit, sich bei Temperaturen oberhalb von 37 °C zu vermehren, befällt es lediglich die relativ „kalten“ Schleimhäute im Kopfbereich und verursacht normalerweise keine Virämie.
Bereits nach zwei bis drei Tagen treten klinische Symptome auf. Sie äußern sich vor allem in starkem Nasen- und Augenausfluss, häufig verbunden mit Bindehautentzündung und Hornhautschädigungen bis hin zu einer Panophthalmitis. An der Zunge können Geschwüre (Ulkus) auftreten, die Nasenmuscheln können durch Gewebszerfall (Nekrose) stark geschädigt sein. Außerdem treten oft Fieber, Appetitlosigkeit und Niesen auf. Trächtige Kätzinnen können während der 6. Trächtigkeitswoche abortieren.
Trotz des dramatischen Erscheinungsbildes der Erkrankung ist die Sterblichkeit nur gering. Folgeschäden können durch Verwachsungen im Lidbereich bis zur Blindheit reichen, starke Gewebszerstörungen im Bereich der Nasenschleimhaut können eine chronische Rhinitis nach sich ziehen. Einige genesene Tiere können dauerhaft Viren ausscheiden, etwa 80 Prozent aller erkrankten Tiere bleiben nach überstandener Infektion Träger des Erregers, der sich in die Ganglien des Nervus trigeminus zurückzieht. Ähnlich wie beim Befall durch Caliciviren betrifft die Erkrankung hauptsächlich Jungtiere.

Felines Calicivirus (FCV)
Caliciviren sind ebenfalls sehr häufiger Auslöser eines Katzenschnupfens. Die Übertragung von Caliciviren erfolgt durch direkten Kontakt einer Katze mit einem vom Erreger befallenen Tier. Die Verbreitung mittels Aerosolen spielt bei dieser Form des Katzenschnupfens keine Rolle. Ausgeschieden wird das Virus hauptsächlich durch Sekrete der oberen Atemwege und gelegentlich auch über den Kot. Nach überstandener Krankheit bleibt ein Teil der Tiere lebenslang latent mit dem Virus infiziert.
Die Infektion verläuft in zwei Phasen (biphasisch). Nach erfolgter Ansteckung vermehrt sich der Erreger in den Rachenmandeln, der Maulschleimhaut und den Bindehäuten der Augen. Zwischen viertem und siebenten Tag verbreitet sich das Virus über den Blutkreislauf (Virämie) im gesamten Körper. Besonders stark befallen werden hierbei die Lunge und die Zungenschleimhaut. Die Phase der Virämie ist durch Abgeschlagenheit und die Ausprägung einer respiratorischen Symptomatik gekennzeichnet: Fieber, Rhinitis, Konjunktivitis und Nasenausfluss.
Der Befall der Lunge kann bakterielle Sekundärinfektionen und damit eine Bronchopneumonie nach sich ziehen, dann kann die Sterblichkeitsrate auf 30 % ansteigen. Im Allgemeinen dominiert das vom Befall der Maulschleimhäute hervorgerufene Bild: Es kommt zu ausgedehnten schmerzhaften Schleimhautulzerationen der Zunge oder des Gaumens.
Bei Kätzinnen kann es zu Aborten kommen. Einige Calicivirenstämme können auch Lahmheiten verursachen.

Feline Chlamydiose (Feline Pneumonitis)
Die Chlamydien-Infektion wird durch das Bakterium Chlamydophila felis (Chlamydophila psittaci) hervorgerufen. Sie ist häufig und kommt ebenfalls weltweit vor. Es ruft vor allem eine chronische follikuläre Konjunktivitis mit Augenausfluss hervor, der auch eitrig sein kann. Diese „Augenform“ tritt vor allem bei fünf bis zwölf Wochen alten Kätzchen auf. Eine Lungenentzündung ist eher selten.

Feline Bordetella-Infektion
Die feline Bordetella-Infektion wird durch Bordetella bronchiseptica hervorgerufen und kann primär, aber auch sekundär nach Schädigung durch oben genannte Erreger auftreten. Die Infektion kann Erkrankungen der oberen Atemwege, seltener auch eine Lungenentzündung auslösen.
Die Erkrankung ist häufiger in größeren Katzenkolonien, begünstigend wirken räumlich beengte Haltung, mangelhafte Belüftung und Stress. Jungkatzen zeigen stärkere Krankheitserscheinungen als ältere. Neben allgemeiner Schwäche treten Fieber, Fressunlust (Anorexie), Husten, Schnupfen, Nasen- und Augenausfluss und Schwellung der Unterkieferlymphknoten auf. Bei Lungenbeteiligung treten Atembeschwerden und abnormale Atemgeräusche auf.

Feline Mykoplasmeninfektion

Mycoplasma felis aus der Gruppe der Mykoplasmen ruft seltener eine Erkrankung der oberen Luftwege hervor. Klinisch äußert sie sich in einer Bindehaut- und Nasenschleimhautentzündung. Die Infektion kann spontan nach zwei bis vier Wochen ausheilen. Nicht geklärt ist bislang, ob Mykoplasmen als Primär- oder nur als Sekundärerreger fungieren. Auch Mycoplasma gatae und Mycoplasma feliminutum werden gelegentlich aus Katzen isoliert, ihre klinische Bedeutung ist jedoch fraglich.

Die Diagnose:

Da die einzelnen Erkrankungen viele gemeinsame klinische Symptome haben, ist die genaue Diagnose schwierig. Sie kann nur durch Laboruntersuchungen gesichert werden.

Die Behandlung:

Die Therapie der Virusinfektionen erfolgt symptomatisch und zielt auf die Vermeidung bakterieller Sekundärinfektionen ab (Antibiotika). Die Verabreichung von Immunglobulinen oder felinem Interferon soll das Virus selbst bekämpfen. Bei Feliner Pneumonitis (Chlamydien) sind Tetrazykline lokal und systemisch über drei bis vier Wochen angezeigt. Chloramphenicol und Fluorchinolone sind ebenfalls wirksam, bei ihrem Einsatz müssen jedoch mögliche Risiken für die meist jungen Tiere (Chloramphenicol: aplastische Anämie, Fluorchinolone: Knorpelwachstumsstörungen) sorgfältig abgewogen werden. Mykoplasmen können ebenfalls mit Tetrazyklinen, Doxycyclin, Chloramphenicol und Fluorchinolonen behandelt werden.
Es gibt zahlreiche alternativmedizinische Ansätze Katzenschnupfen begleitend zu behandeln. Hier werden v.a. L-Lysin, Colostrum und Homöopathika eingesetzt.

Impfungen – sinnvoll oder nicht?

Natürlich gehören Impfungen auch zur Gesunderhaltung und Pflege Ihrer Katze. Bei diesem Thema scheiden sich jedoch die Geister. Die meisten deutschen Tierärzt emfpehlen noch immer die jährlichen Wiederholungsimpfungen. Nach neuesten amerikanischen Forschungsergebnissen sind diese jedoch garnicht  immer unbedingt nötig.

Katzenseuche (FPV-Felines Parvovirus)/

Katzenschnupfen (FHV-felines Herpesvirus, FCV-felines Calicivirus)
Empfohlen wird wieterhin eine Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche im Welpenalter. Dieser Impfschutz hält nach mehreren belegten Studien (Scott/Geissinger 1997/1999, Lappin 2002, Mouzin 2004) dann ca. 7,5 Jahre lang an. Die Notwendigkeit für jährliche oder dreijährliche Wiederholungsimpfungen konnte nicht nachgewiesen werden!

Diese Impfng ist auch bei reinen Wohnungskatzen nötig, da der Erreger vom Menschen über Schuhe, Kleidung etc. eingeschleppt werden kann.

Zwingerhusten (Bordetella Bronchiseptica)
Diese Impfung inst nach derzeitigem Wissensstand von fragwürdigem Nutzen. Bei der Erkrankung spielen Stressfaktoren wie eine hohe Anzahl von Tieren und unzureichende Belüftung und Hygiene eine große Rolle, da sie die Ausbereitung des Virus begünstigen. Der Impfstoff mildert allenfalls die Symptome, kann einen Krankheitsausbruch jedoch nicht verhindern.

„Leukose“ (FeLV – Felines Leukämievirus)
Die Grundimmunisierung ist bei  Katzen, die noch jünger als ein Jahr sind, dann sinnvoll, wenn diese mit infizierten Katzen zusammentreffen können. Vor einer Impfung sollte in jedem Fall durch einen Test festgestellt werden, ob die Katze bereits infiziert ist. Wissenschaftliche Beweise für die notwendigkeit jährlicher Impfungen liegen auch hier nicht vor. Auf Grund der guten körpereigenen Abwehr bei erwachsenen Katzen (über 1 Jahr alt) ist der Sinn von Nachimpfungen fraglich. Sollten Sie Ihre Katze dennoch gegen „Leukose“ impfen lassen wollen, sollten Sie auf verstärkende Zusätze des Impfstoffes (Adjuvantien) verzichten. Diese können gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen (Impfsarkome).

Bauchfellentzündung (FIP – Feline Infektiöse Peritonitis)
Von der FIP-Impfung ist mangels erwiesener Wirksamkeit abzuraten. Für die meisten Kätzchen ist sie sowieso sinnlos, da sie zum Zeitpunkt der Impfung bereits eine Infektion durchgemacht haben. Es besteht der Verdacht, dass die Impfstoffe sogar den Ausbruch der Krankheit fördern oder beschleunigen können. Nicht die Impfung sondern die stressfreie Aufzucht und Haltung schützen Kätzchen und Katzen vor dieser tödlichen Krankheit.

Katzenaids (FIV – felines Immundefizienzvirus)
Die Wirksamkeit von Impfstoffen gegen diese Krankheit konnte bisher nicht belegt werden.
FIV infiziert sind hauptsächlich unkastrierte Kater mit Freigang oder Streunerchen. Das Virus wird durch Bisse übertragen und stirbt in der Umgebung schnell ab. Am Futternapf oder durch putzen wird es nicht weiter gegeben. Eine Infektion bedeutet NICHT, dass das Tier bald sterben wird. Langzeitstudien belegen, dass infizierte Tiere genauso alt werden wie gesunde. Sollte Ihr Tier also positiv getestet werden, ist dies kein Grund Ihr Kätzchen einschläftern zu lassen. In normaler Haltung stellen infizierte Tiere ein extrem geringes Ansteckungsrisiko für Ihre Mitkatzen dar.

Gesetzlich vorgeschriebene Impfung – Tollwutimpfung
Die Tollwutimpfung ist gesetzlich vorgeschrieben und Sie müssen die Vorschriften der deuschen Tollwutverordnung beachten!
Mittlerweile gibt es auch in Deutschland Impfstoffe, die als Drei- oder Vierjahresimpfungen zugelassen sind. Auch hier muss also nicht mehr jedes Jahr geimpft werden!
Wegen des hohen Impfsarkomrisikos (Impfnebenwirkung) sollten Katzen nicht unnötig gegen Tollwut geimpft werden, da diese Impfstoffe stets Adjuvantien (verstärkende Zusatzstoffe) enthalten. Achten Sie hier darauf, Ihr Kätzchen stets mit Impfungen mit möglichst hohen Jahreszulassungen impfen zu lassen!

Fragen Sie Ihren Tierarzt danach!

In jedem Fall empfiehlt sich also, Ihre Katze nicht öfter als nötig zu impfen! Mitunter können schwerwiegende Impfreaktionen ausgelöst werden, die bis hin zum Tod der Katze führen können – und schließlich gehen Sie selbst doch auch nicht öfter als nötig zum Arzt um sich impfen zu lassen.

Wurmkuren gehören dazu!
Das Immunsystem und Parasiten sind von einander abhängig. Sowohl Erkrankungen des Immunsystems als auch Allergien werden, im Zusammenhang mit dem steigenden Hygienestandard, seit Jahrzehnten immer häufiger. Die Fehlsteuerungen der Körpereigenen Abwehr sind die Folge davon, das sich der Köper nicht mehr mit bestimmten Erregern auseinander setzen muss bzw. kann. Fehlt diese Auseinandersetzung, so reift das Immunsystem nicht richtig heran, so dass es zu besagten Autoimmunerkrankungen oder Allergien kommt.
Zuviel Hygiene kann auch bei Haustieren die Ballance des Immunsystems stören. Statt also Katzen routingemäßig mit Wurmmitteln zu traktieren solltem man besser hin und wieder nur eine Kotprobe untersuchen lassen um dann zu entscheiden, ob eine Wurmkur gerade nötig ist!
Bei der Entwurmung der Katze gibt es folgende Empfehlungen.
Im Welpenalter sollte Ihre Miez durchaus vor den Impfungen entwurmt werden, da so die Wirkung der Impfung am Besten gewährleistet wird.

Giardien – weitere Informationen hier

In Deutschland wird eine Impfung gegen Giardien nicht angeboten. In Amerika ist diese Impfung erhältlich, hat sich jedoch als nutzlos erwiesen.

ÜBRIGENS:
Giardien haben eine Inkubationszeit von 3 bis 21 Tagen und machen sich nicht immer NUR als eine reine Durchfallerkrankung bemerkbar. Es ist durchaus möglich, dass Ihre Miez nur ab und zu Durchfall bzw. breiigen Stuhlgang hat und sich auch sonst nicht als krank zeigt. Eine wichtige Krankheitserscheinung an der Sie hier trotz Allem den Befall mit diesen Darmparasiten zumindest vermuten können, ist die Tatsache, dass ihr Kätzchen sehr, sehr viel Hunger hat und wesentlich mehr frisst als es für Ihre Katze „normal“ ist. Mit der Zeit können Sie hier zu der Erkenntnis kommen, dass die Katze die aufgenommenen Nährstoffe jedoch nicht mehr richtig verwertet und abnimmt bzw. wenn es sich um ein Kitten handelt, einfach nicht entsprechend der aufgenommenen Nahrung zunimmt. Bei den Ausscheidungen kann man beobachten, dass es sich um ein wesentlich größeres „Häufchen“ handelt als es „normal“ ist. Man erhält den Eindruck, dass das Futter einfach nur „durchrutscht“ und die Bestandteile eben nicht richtig verwertet werden.

Giardien sind mitunter sehr schwer nachzuweisen. Daher sollte man sich nicht nur auf den so genannten Schnelltest verlassen, sondern stets einen ELISA-Test beim Tierarzt in Auftrag geben. Da Giardien jedoch nicht jedes Mal ausgeschieden werden, sind bei einem Verdacht mehrere Tests durchaus angebracht.

Sollten Sie diesen Eindruck haben, lassen Sie ihr Kätzchen einfach einmal auf Giardien testen! Natürlich sollte man auch bei chronischem oder akutem Durchfall mit und ohne weitere Krankheitsanzeichen hierauf untersuchen lassen.

Giardien sind sowohl auf andere Tiere (z.B. Hund) als auch auf den Menschen übertragbar!

Impfsarkom / Fibrosarkom

Das Impfsarkom oder Fibrosarkom:

Seit langem ist bereits bekannt, dass Katzen häufig an den Impfstellen sogenannte Impfsarkome oder auch Fibrosarkome entwickeln können.
Mit fast 40% ist das Impfsarkom die zweithäufigste Tumorerkrankung bei Katzen. Hierbei handelt sich um eine bösartige Geschwulst, die an der Impfstelle (meist wird bei den Tierärzten leider noch immer zwischen den Schulterblättern geimpft) auftritt. Das Impfsarkom ist als Knubbel unter der Haut fühlbar (Granulom) und kann einige Wochen oder sogar Monate nach der Impfung auftreten. Das bösartige Gewächs kann mitunter breit wuchern und ist nicht immer gleich fühlbar.

Leider führen die Tumore in fast allen Fällen zum Tod der Katze. Die einzige Hoffnung bieten Momentan die großfächige chirurgische Entfernung des Tumors, und möglicherweise auch die Behandlung mit dentrischen Zellen. Bei der chirurgischen Entfernung des Knotens gibt es jedoch bisher kaum zufriedenstellende Ergebnisse, da in ca. 70% aller Fälle der Tumor wieder nachwächst.

Die Behandlung mit dentrischen Zellen ist eine Methode, die erst seit kurzem auch bei Katzen bei bösartigen Krebsarten angewendet wird. Hierzu erfahren Sie in Kürze mehr unter „Krebsbehandlung“.

Lange Zeit wurde angenommen, dass Katzen auf den Entzündungsreiz durch Impfinjektionen, vor allem nach Gabe inaktivierter Vakzinen mit dem Hilfsstoff Aluminiumhydroxid, besonders empfindlich reagieren.

Vor Allem das Impfsarkom bei Katzen hat die Aufmerksamkeit der US-amerikanischen Forscher auf sich gezogen und letztlich auch Veränderungen der Impfempfehlungen nach sich gezogen.
Die US-Tierarztfachverbände einigten sich nach einem langen und heftigen Kampf gegen die Impfstoffhersteller und auch einige praktizierende Tierärzte darauf, eine überarbeitete Impfempfehlung für Katzen (1997) und Hunde (2003) herauszugeben.

Die veränderten Impfempfehlungen sehen Impfungen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen nur noch alle 3 Jahre vor. Dieses ist jedoch nur ein Kompromiss, da in den Forschungsergebnissen nachgewiesen wurde, dass der Impfschutz sehr viel länger als drei Jahre besteht.

Selbst wenn Sie sich an dieses Modell halten, tun Sie der Gesundheit Ihrer Katze noch einen Weit größeren Gefallen, als Sie jedes Jahr völlig unnötig mit Ein – oder sogar Mehrfachimpfungen versorgen zu lassen, die sie überhaupt nicht benötig.Als Grundregel gilt: Je häufiger geimpft wird und je mehr Impfstoffe auf einmal gegeben werden, desto höher ist letztendlich auch das Impfsarkom-Risiko.

Selbst der Bundesverband der Praktizierenden Tierärzte in Deutschland hat sich seit Anfang 2006 von den jährlichen Wiederholungsimpfungen verabschiedet.
Für die dort empfohlenen Impfabstände von drei Jahren bei Katzenseuche und Katzenschnupfen gibt es jedoch auch hier keine wissenschaftliche Basis und die meisten Tierärtzte empfehlen weiterhin die jährlichen Impfungen!

Für die Impfabstände bei Ihrer Katze ist jedoch nicht der Tierarzt verantwortlich, sondern Sie als !!! Tierhalter !!! können in JDEDEM FALL dafür sorgen, dass Ihr vierbeiniger Freund nicht öfter als nötig mit überflüssigen Impfstoffen malträtiert wird.

Inzwischen werden Katzenimpfstoffe auf den Markt gebracht, in denen bestimmte Zusatzstoffe (Adjuvantien) nicht mehr enthalten sind (Adjuvantien stehen im Verdacht, die Sarkombildung auszulösen). Auch diese Impfstoffe brauchen nicht jährlich gegeben zu werden! Wenn sie ein Jahr lang schützen, spricht alles dafür, dass sie das auch länger tun.

Bei den nötigen Impfungen empfiehlt es sich, laut der Vaccine-Associated Feline Sarcoma Task Force (die Impfsarkom-Arbeitsgruppe der US-Veterinäre) auf Mischimpfungen und mehrfach-Impfstoffe zu verzichten. Das bedeutet dass nicht alle Impfungen mit einer einzigen Spritze und an einer einzigen Stelle gespritzt werden sollen. Natürlich ist dies sowohl für den Tierarzt als auch für Sie als Tierhalter ein höherer Aufwand aber es verringert das Impfsarkom-Risiko deutlich.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Tierarzt nach Adjuvantienfreien Einzelimpfstoffen und lassen Sie ihre Katze (wenn unbedingt nötig) an den folgenden Körperstellen impfen:

Impfung gegen Seuche und Schnupfen: an der seitlichen Brustwand
Impfung gegen Tollwut am rechten Hinterbein (rabies = r = rechts)
Impfung gegen Leukose am linken Hinterbein (Leukose = l = links).

Je mehr Impfstoffe gleichzeitig an derselben Stelle verabreicht werden, desto höher ist das Risiko der Sarkomentstehung. Zwischen den Schultern sollte überhaupt nicht mehr geimpft werden, da man dort im Falle eines Falles nur sehr schlecht operieren kann.
Sollte Ihr Tierarzt also an dieser Stelle impfen wollen, greifen Sie zum Wohle Ihres Kätzchens ein! 

Wenn Ihre Katze nach einer Injektion aber doch einmal einen Knubbel an der Impfstelle bekommen hat, sollte sie nur noch dann Spritzen bekommen, wenn es sich nicht vermeiden lässt!

Lassen Sie sich dennoch nicht gleich aus der Ruhe bringen, nicht jeder Knubbel ist ein Granulom und nicht jedes Granulom wird zu einem Sarkom!
Sollte Ihre Miez jedoch nach einer Impfung einmal eine Verdickung an der Impfstelle bekommen, warten Sie mit dem Tierarztbesuch nicht erst ab. In dem Fall heißt es, lieber einmal mehr zum Tierarzt als zu spät! Eine frühzeitige Gewebebiopsie kann vielleicht das schlimmste noch verhindern!

Wie kann man dem Impfsarkom vorbeugen?

Die beste Methode ist also: Die Katze nur so häufig impfen wie wirklich unbedingt nötig! Eine Grundimmunisierung ist allerdings unerlässlich, um Ihr Kätzchen vor Infektionskrankheiten zu schützen! Erwachsene Tiere sind jedoch um ein vielfaches weniger von besagten Infektionskrankheiten bedroht als man uns glauben machen möchte.

Können Sarkome auch andere Ursachen haben?

Nicht jedes Sarkom entsteht durch eine Impfung, aber doch der überwiegende Teil.
In Ausnahmefällen bilden sich besagte Tumore auch nach Injektionen anderer Wirkstoffe, z.B. nach der Injektion des Flohmittels Lufenuron und nach der Injektion von Antibiotika gegen Gastritis.

Gibt es noch andere Impfschäden?

Der anaphylaktische Schock ist eine der gravierendsten Impfnebenwirkungen.
Hier muss der Tierarzt sofort eingreifen um den Tod des Tieres zu verhindern!

Auch schwere allergische Reaktionen können nach Impfungen auftreten. Sie äußern sich z.B. in blutigem Durchfall und Erbrechen und können ebenfalls zum Tod der Katze führen.

Studien weisen darauf hin, dass jede Impfung das Allergierisiko fördern kann. Bei Tieren, die schon unter einer Allergie leiden, konnte nachgewiesen werden, dass nach einer Impfung ein Anstieg der Antikörper zu verzeichnen war, die für eine allergische Reaktion typisch sind.

Impfungen können auch Autoimmunerkrankungen verursachen, was jedoch gerade bei Katzen noch wenig erforscht ist.
Starke Indizien liefern jedoch US-Studien dafür, dass Impfungen z.B. eine chronische Niereninsuffizienz auslösen können. Weitere Studien dazu sind in Arbeit.

Es sollte auch zu denken geben, dass immer mehr Katzen an Epilepsie und Diabetis erkranken.
Beim Hund zumindest konnte der direkte Zusammenhang zwischen dem Ausbruch einer tödlichen Blutkrankheit und Impfungen in mindestens 50% der Fälle nachgewiesen werden.

Links:

Wer Englisch kann, sollte sich diese interessante US-Tierarzt-Website ansehen:
www.critterfixer.com (mit Foto einer Impfsarkom-Katze)

Reichhaltigste Information über das Impfsarkom und Impfungen finden Sie auf der Website von Coleen und Jeff Kremer, die sich seit dem Sarkom-Tod ihrer Katze Sylvia bemühen, andere Tierhalter aufzuklären (in Englisch):
www.catshots.com

www.critteradvocacy.org hervorragende Impfinformationen (Katze + Hund) von Dr. Bob Rogers, Tierarzt in Texas

www.mopeichl.de (deutsch)

www.fibrosarkom.de

www.med.vetmed.unimuenchen.de

Giardien – Giardiose (Giardia intestinalis)

Was sind Giardien?

Giardien sind tierische Einzeller, haben eine Inkubationszeit von 3 bis 21 Tagen und gehören genau wie die Kokzidien auch, zu den Protozoen. Der eigentliche Erreger der Giardienerkrankung ist der Einzeller Giardia duodenalis, der in den meinsten Fällen durch das Aufnehmen von fäkal verunreinigtem Wasser in Form von Zysten übertragen wird.

Die Verbreitung:

Durch Kotuntersuchungen von 2234 Katzen in Deutschland ergab sich eine Befallsrate von 12,6 Prozent (Barutzki und Schaper 2006). Von insgesamt 24,3 % der Endoparasiten-positiv getesteten Katzen war analog dem Hund jede zweite Katze mit Giardien befallen. Davon waren 75 % der Tiere jünger als ein Jahr.
(Quelle: Arbeitsgemeinschaft Tierheilpraktier)

Durch Resistenzen und Wetteränderung ist die Tendenz leider steigend.

Giardienformen:

Die Giardien kommen in einer aktiven Form und einer ruhenden Form (Zyste) vor. Die aktiven Lebensformen sind die sogenannten Trophozoiten, welche die im Darm von z.B. Katzen lebenden Form ist. Aus ihnen entsteht bzw. bildet sich dann die zweite Lebensform, die ansteckenden Zysten – die mit dem Kot ausgeschieden werden. Werden die Zysten von Katze, Hund oder einem Mensch oral aufgenommen entstehen im Körper wieder Trophozoiten, welche dann wieder die zweite Lebensform bilden.
Ein ständiger Kreislauf ….

Ansteckung:

Nach der Ansteckung vermehren sich die Parasiten im Darm sehr schnell, was zu einer Schädigung der Darmschleimhaut und damit zu Durchfall führt.
Eine Infektion wird schon durch die Aufnahme von nur zehn Zysten ausgelöst, wogegen die aktiven Formen nicht infektiös sind.

Giardien sind die zweithäufigsten Magen-Darm-Parasiten, die u.a. bei Hund, Katze aber auch beim Menschen vorkommen können.

Überlebensdauer  und Übertragung von Giardien:

Die ruhenden Formen werden mit dem Kot abgegeben und können auch bei Kälte und Feuchtigkeit monatelang überleben. Giardien überleben gerne in Uferrandgebieten, Gartenteichen und Pfützen und sind somit mittlerweile eine echte Ansteckungsgefahr für den Hund, aber auch für die Katze geworden. Auch Insekten können den Erreger über ihren Kot, den sie auf Futter oder Lebensmitteln hinterlassen, übertragen!
Giardien-Zysten sind in der Aussenwelt über einen Zeitraum von ca. 3-4 Wochen infektiös und werden auf fäkal-oralem Weg auf neue Wirte übertragen. In kaltem Wasser überleben die infektiösen Zysten ca. 2 Monate.

Mögliche Anzeichen:

Wenn Ihr Tier unter hartnäckigem, schleimigen, gelblichem, übel riechenden und manchmal auch blutigem Durchfall leidet, evtl. verbunden mit Erbrechen und Fieber, sollte unbedingt eine Kotprobe auf Giardien untersucht werden.

Eine Giardieninfektion macht sich jedoch nicht immer NUR als eine reine Durchfallerkrankung bemerkbar. Es ist durchaus möglich, dass Ihre Miez nur ab und zu Durchfall bzw. breiigen Stuhlgang ausscheidet und sich auch sonst nicht krank zeigt. Eine weitere Krankheitserscheinung bei der Sie zumindest einen Befall durch diesen hartnäckigen Darmparasiten vermuten können, ist die Tatsache, dass ihr Kätzchen sehr, sehr viel Hunger hat und wesentlich mehr frisst als es für Ihre Katze „normal“ ist. Mit der Zeit können Sie hier zu der Erkenntnis kommen, dass die Katze die aufgenommenen Nährstoffe jedoch nicht richtig verwertet und abnimmt bzw. wenn es sich um ein Kitten handelt, einfach nicht entsprechend der aufgenommenen Nahrung zunimmt. Bei den Ausscheidungen kann man beobachten, dass es sich um ein wesentlich größeres „Häufchen“ handelt als es „normal“ ist. Man erhält den Eindruck, dass das Futter einfach nur „durchrutscht“ und die Bestandteile eben nicht richtig verwertet werden.

Unerlässliche Hygienemaßnahmen:

Alle Liegeflächen Ihrer Haustiere sollten mit kochfesten Tüchern abgedeckt werden, die täglich (oder zumindest bei Verunreinigung) ausgewechselt und ausgekocht werden. In jedem Fall müssen aber zumindest die Katzentoilette und die Trinknäpfe täglich durch Auskochen desinfiziert werden.

Hier hat sich ein Dampfreiniger sehr bewährt!

Desinfektion:

Leider gab es bisher kein Desinfektionsmittel, welches gegen Giardien wirksam ist! Giardien werden erst bei einer Temperatur von über 70° abgetötet. Daher eignet sich zur Desinfektion von Flächen am besten ein Heißdampfreinigungsgerät. Die Liegeflächen der Katzen lassen sich am Besten reinigen, wenn man sie mit Handtüchern abdeckt, die täglich gewaschen werden können.

Mittlerweile wurde anscheinend ein Desinfektionsmittel gefunden: Desifin animal.

Laut Internetrecherche und diversen Forenbeiträgen soll eine Wirkung vorhanden sein.
Wir hatten bisher keinen Grund, das Desinfektionsmittel zu testen und haben somit bisher keine eigenen Erfahrungen damit. Bitte informieren Sie sich selbst!

Nachweis einer Giardieninfektion:

Giardien sind mitunter sehr schwer nachzuweisen. Daher sollte man sich nicht nur auf den so genannten Schnelltest verlassen, der auch falsch negative Ergebnisse liefern KANN. Falsch positive Ergebnisse beim Schnelltest gibt es allerdings nicht. Zeigt der Schnelltest einen Befall an, so ist an diesem Ergebnis nicht zu zweifeln! Der ELISA-Test ist wesentlich sesitiver und liefert korrekte Resultate. Sie können den Test beim Tierarzt bzw. Labor in Auftrag geben. Da Giardien jedoch nicht jedes Mal ausgeschieden werden, sind bei einem Verdacht mehrere Tests (aus Sammelkotproben) durchaus angebracht.

Sollten Sie den Eindruck haben dass Ihr Haustier unter Giardien leidet, veranlassen Sie also unbedingt einen Test!
Natürlich sollte man auch bei chronischem oder akutem Durchfall mit und ohne weitere Krankheitsanzeichen an eine mögliche Giardieninfektion denken.

ACHTUNG – AUSTROCKNUNGSGEFAHR bei jeder Durchfallerkrankung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Katze durch starke und häufige Durchfälle nicht austrocknet.
Hierzu eignet sich als schnelle Kontrolle der Nackenfelltest:
Bitte ziehen Sie mit Daumen und Zeigefinger im Nacken der Katze eine Falte zusammen. Diese Falte muss sich blitzschnell wieder zurückbilden, ansonsten ist die Katze ausgetrocknet.

Sollten Sie unsicher sein oder Ihre Katze ist bereits ausgetrocknet, braucht sie dringend Flüssigkeit. Bei fortgeschrittener Austrocknung hilft nur der Gang zum Tierarzt um eine Infusion legen zu lassen.
Wenn es nicht ganz so schlimm ist, können Sie für die Erstversorgung ansatzweise eine Elektrolytlösung für die Versorgung selbst herstellen:

1 Liter gutes, abgekochtes Wasser, 10 Teelöffel Traubenzucker und 1 Teelöffel Salz gut mischen und davon dann stündlich etwas eingeben. In einigen Katzenforen werden auch nur 1-2 Teelöffel Traubenzucker empfohlen. Ich persönlich habe immer das Mittelmaß mit 5 Teelöffeln gewählt.

Bei der WHO gibt es folgendes Rezept:
Pro Liter Wasser werden 20g Zucker (Glucose) und 7,5g Salz (2,5g Natriumcarbonat und 3,5g Natriumchlorid sowie 1,5g Kaliumchlorid) aufgelöst.

Die Behandlung:

Ein Befall mit Giardien muss auf jeden Fall behandelt werden!

Wenn mehrere Tiere im Haushalt leben, sollten alle Tiere aufmerksam beobachtet werden, da die Ansteckungsgefahr sehr groß ist.

Neben der Gabe von Medikamenten spielen bei der erfolgreichen Bekämpfung auch erhöhte Hygienemaßnahmen eine wichtige Rolle. Ohne die entsprchenden Hygienemaßnahmen sind die Giardien nur sehr schwer in den Griff zu bekommen.

Wer sich gern noch ausführlicher zum Thema Giardien informieren möchte, hier eine Abhandlung des Biologiezentrums Linz

Medikamente:

Zur Giardienbehandlung werden vom Tierarzt in der Regel zwei Wirkstoffe in verschiedenen Medikamenten verwendet:
Metronidazol (Flagyl, Clont) und Fenbendazol (Panacur).

Alternativ stehen Spartrix und homöopatische Arzneimittel zur Auswahl (lassen Sie sich hier von einem erfahrenen Tierhomöopathen beraten!).
Die Erfolge mit beiden Mitteln sind jedoch NICHT WISSENSCHAFTLICH belegt und daher oft umstritten.
Hier können wir nur allerdings nur Positives aus unserer eigenen Erfahrung berichten.

Panacur (Wirkstoff Fenbendazol) 

ist im Grunde ein Entwurmungsmittel. Bei der Behandlung von Giardien ist es bei den meisten Tierärtzen jedoch noch immer das Mittel der Wahl.

HINWEIS:
Leider wird nach der Behandlung mit Panacur oft ein wochen- bzw. monatelang anhaltender Durchfall registriert, da Panacur die Darmschleimhaut ziemlich in Mitleidenschaft zieht.

Wenn Sie dennoch mit Panacur behandeln, sollte der Behandlungsplan wie folgt eingehalten werden:

Die Dosierung beträgt pro Tag 50mg/kg Körpergewicht. Katzen sprechen generell weniger gut auf eine Giardiose-Behandlung im Vergleich zum Hund an. Die Gründe hierfür sind unbekannt. Bei Katzen sollte mit einer fünftägigen Fenbendazol-Behandlung begonnen werden. Daran schließt sich eine dreitägige Pause an. Anschließend wird die Therapie erneut für 5 Tage fortgesetzt. Analog dem Hund wird aufgrund des hohen Risikos der Reinfektion eine Wiederholungsbehandlung nach 2 Wochen bei gleichem Behandlungsschema empfohlen.

Panacur darf nicht bei trächtigen Katzen angewendet werden!!!

HINWEIS:
Nicht alle Tierärzte sind über die vom Hund abweichende Medikamentengabe informiert. Achten Sie auf die RICHTIGE Dosierung. Nachzulesen auch auf der Seite des Medikamentenherstellers intervet!

Ein weiteres Medikament gegen Giardien ist:

Flagyl®, Clont® (Wirkstoff: Metronidazol)

Dosierung: 25-30 mg/kg Körpergewicht 2x täglich über 5-10 Tage
Darreichungsform: Tabletten

Leider ist Metronidazol sehr schwierig zu handhaben, weil die Tabletten fürchterlich schmecken (die Katzen speicheln danach sehr stark) und nicht jeder Besitzer in der Lage ist, 2x täglich die Tabletten zu verabreichen.

Metronidazol tötet die Giardien nicht. Es hemmt die Vermehrung.

Einige Giardienstämme haben bereits Resistenzen gegen diese beiden Medikamente gebildet.

Wir empfehlen daher in erster Linie die homöopathische Behandlung bzw. bei schlimmem Befall und schlechtem Allgemeinzustand die Behandlung mit dem Medikament Spartrix.

Spartrix (Wirkstoff Carnidazol)

wird bisher zur Behandlung von Brieftauben eingesetzt.

Leider gibt es zur Behandlung mit Spartrix bei Giardiose bei Katzen keinerlei Statistiken oder offizielle, wissenschaftliche Untersuchungen!

Wir können hier NUR aus eigenen Erfahrungen und auch aus Berichten von ebenfalls Betroffenen berichten, dass meist nach nur einer Gabe Spartrix eine schnelle Besserung eintritt. Die Behandlung sollte bei einer erstmaligen Infektion und schnellem Einsatz des Medikaments nur noch einmal nach 6 Tagen wiederholt werden.
Dies ist jedoch nur eine Empfehlung von uns, KEIN tierärztlicher Rat!

Weitere Informationen zur Dosierung und Anwendung erhalten Sie auf der folgenden Seite: www.katzentheke.com

Fall Ihr Tierarzt eine Spartrixbehandlung nicht unterstützt, können Sie das Spartrix über die Katzentheke bestellen.

Hinweis: in Einzelfällen wurden bei Kitten nach Spartrixgaben Entwicklungsstörungen beobachtet.

Hinweis:
Sowohl Spartrix als auch Panacur sind bisher nicht zur Behandlung der Giardiose bei Katzen zugelassen.

Bei Spartrix wird dieses Argument oft von Tierärzten gegen die Anwendung ins Feld geführt, dabei wird aber nicht erwähnt, dass Panacur ebenso nicht zugelassen ist.

Hin und wieder liest man im Zusammenhang mit Giardien und anderen Infektionskrankheiten von Kolloidalem Silber. Dieses kann ich nicht empfehlen!

Fragen rund um das Thema Giardien

Wie wirkt Fenbendazol im Darm?
Fenbendazol zerstört im Darm den Chitinpanzer der Giardien und ihr Soffwechsel wird irritiert, sie können somit nicht überleben.

Zu welchen Schädigungen kommt es durch Fenbendazol im Darm – insbesondere bei längerfristiger Gabe?

Die schädigende Wirkung von Fenbendazol tritt nicht sofort ein, die Darmschleimhaut der Katze wird jedoch bei längerer Anwendung stark angegriffen. Das heißt, der Darm wird 1. schon allein durch die Giardien und 2. auch durch Fenbendazol geschädigt.

In welcher Dosierung (2-2,5-fach? bzw. wieviel mg/kg Körpergewicht) und in welchem Turnus – mit wieviel Tagen Pause – sollten die Medikamente gegeben werden?

Die Dosierung ist von 1,5 – 2 – 2,5 angegeben, dies rührt von der Schwere der Symtomatik des jeweils befallenen Tiers her. Ein relativ fittes Tier hat ein starkes Immunsystem und ist somit nicht so anfällig. Es benötigt demzufolge normalerweise keine so hohe Dosierung. Ein schon lange kränkelndes, sehr junges oder altes und schwaches Tier hat weniger gegen die Parasiten gegenzuhalten und benötigt eigentlich eine höhere Dosierung. Hier ist jedoch zu beachten, dass die höhere Dosierung den Darm natürlich auch wieder mehr schädigt.

Im Internet ist häufig zu lesen, dass Metronidazol die Giardien nicht tötet, sondern lediglich die Vermehrung hemmt. Ist das richtig? Wie hoch sind dann damit die Erfolgschancen? Wie hoch soll hier die Dosierung sein?

Richtig. Metronidazol wirkt in dieser Art und Weise. Die Giardien können sich nicht mehr vermehren, da ihre NAhrungsverwertung gehemmt wird, was bei einer halbwegs gesunden Katze zum Ausscheiden der Giardien führt.

Wie sieht es da bei den Katzen aus?

Sind es nur die immunschwachen Tiere, die unter Durchfall und (Gastro-) Enteritis leiden?
Hätten gesunde Katzen ebenfalls die Chance, die Giardien auch ohne Medikation mit einem gesunden Immunsystem zu eliminieren?

Bei einer gesunden KAtze stellt man die Infektion vielleicht nicht fest, warum auch, sie ist ja gesund. In dem Moment wo sie Symptome hat und die Giardien der Grund dafür sind, ist Schwäche da und Behandlung unabdingbar.

Bei vielen Tieren wird ein Befall nicht festgestellt, da die Giardien sich gern in die Gallengänge zurückziehen und dort nicht nachweisbar sind. Sie treten erst wieder auf, wenn das Immunsystem der Katze geschwächt ist!

Ist eine Darmsanierung nötig?

Beim Menschen mit einer Giardieninfektion sollte ein intaktes Immunsystem in der Lage sein, sich der Giardien innerhalb von ca. 3 – 4 Wochen selbst zu entledigen. Ist dies nicht der FAll und die Katze musste mit Medikamenten behandelt werden, ist IN JEDEM FALL im Anschluss daran eine Darmsanierung nötig!
Die allerbeste Alternative ist es – auch um Giardien zu bekämpfen auf Rohfleischfütterung umzustellen. Dies ist für sowohl für einen angegriffenen DArm als auch (natürlich) für jeden Gesunden Katzendarm das SCHONENDSTE und VERTRÄGLICHSTE Futter überhaupt!

Auch nach der Gabe von Antibiotika ist eine Darmsanierung bzw. die Umstellung auf Rohfleisch angeraten, um den Darm zu sanieren.

Ist es nicht kontraproduktiv, einerseits Darmbakterien zu verabreichen, um die Darmflora zu stabilisiern und diese dann wieder mit einem Mittel (egal, ob jetzt Dysticum oder Heilderde), was antibakteriell wirkt, zu eliminieren???

Viele Durchfälle, die NICHT DURCH GIARDIEN VERURSACHT WERDEN, sind sowohl mit Heilerde als auch mit SEB (Slippery Elm Bark) in den Griff zu bekommen. Heilerde bindet in ca. 2 h alles, egal, ob es gut oder schlecht ist.
Medikamente, die außerhalb dieser in den Darm gelangen, wirken auch. Eine Dauergabe wäre jedoch kontraproduktiv.

Was ist besser, lebende Milchsäurekulturen (wie z.B. Darmflora plus) oder sterile Stoffwechselprodukte und Zellen von Bakterienstämmen (wie (Pro-) Symbioflor oder Hylak-Tropfen) zu verabreichen?

Mit einer zur Rohfleischfütterung begleitenden Versorgung mit lebenden Darmbakterien (z.B. Darmflora plus) hat bei uns eine gute, unterstützenden Wirkung gehabt.
Es empfiehlt sich auch immer ein Kotprofil erstellne zu lassen, da hier genau ersichtlich wird, welche Bakterien im Darm zerstört wurden!

In KEINEM Fall können wir Trockenfutter empfehlen!

Die im Trockenfutter enthaltenen Kohlenhydrate bilden die Nährstoffgrundlage für Giardien! Außerdem trocknet das Trockenfutter die Katze zusätzlich aus und bei einem Durchfall ist dies SEHR SCHNELL zu einem bedrohlichen Zustand führen!

Lt. der Tierärztin Dr. Heerdegen, die auf ihrer Homepage eine Abhandlung zum Thema Giardien als PDF zur Verfügung stellt ( www.tierarzt-hoehenkirchen.de/ratgeber/giardien.php ), sollen Giardien kein Kokosöl mögen und so eher dazu bewegt werden, den Katzendarm zu verlassen. Ist dies richtig?

Zum Thema „Kokosöl“ sind mir keine weiteren Beweise bekannt.

Die Giardien sind nie vollständig zu eliminieren! Stimmt das???

Wie sind die realistischen Erfolgsaussichten, die Giardien für immer aus den Katzendärmen zu verbannen???

Dauerausscheider sind eigentlich nur falsch behandelte Tiere. Man sollte Giardien eigentlich immer vollständig elimineren können. Mit Sicherheit lässt sich dies aber nicht sagen, da Giardien wie schon gesagt, als Zysten in den Gallengängen nicht nachweisbar sind.

Mitbehandlung der „anderen“ Tiere

Durch die hohe „Ansteckungsgefahr“ und die Möglichkeit hier schnell in einen Kreislauf zu geraten, ist es in jedem Fall angeraten, ALLE Tiere des Haushaltes gleichzeitig mitzubehandeln!

Übertragung vom Tier auf den Menschen

Eine gewisse Hygiene ist in jedem Fall anzuraten sowohl beim Kotproben nehmen, beim Klo putzen und erst recht beim Küßchen bekommen, etc.
Von Mensch auf Tier ist mit einer Übertragung eher nur dann zu rechnen, wenn der Mensch sich nicht die Hände wäscht. In dieser Richtung ist die Infektionsgefahr ja generell kleiner. Auch hier gilt: Hände gründlich Waschen!!!!!! Immer!!!!!

1 2 3 4 6