Artgerechte Fütterung

Katzen würden Mäuse kaufen…

Eine gesunde Ernährung ist für Mensch und Tier gleichermaßen wichtig um fit zu bleiben. Als Mensch kann man sich selbst entscheiden welche Lebensmittel man für gut und gesund befindet und welche nicht. Ihre Katze ist davon abhängig, was der Futternapf so hergibt. Um Ihrem Liebling ernährungstechnisch die besten Voraussetzungen für ein langes, gesundes Katzenleben zu gewährleisten, sollten Sie Folgendes wissen und beachten:

In der Regel wird eine Katze als Fleischfresser bezeichnet, dies ist jedoch nicht ganz korrekt. Die Katze nimmt mit Ihrer Nahrung in der Natur auch Innereien, Knochen, Pflanzenteile und somit auch Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe zu sich. Ein gutes Katzenfutter sollte also all diese Bestandteile in einem ausgewogenen Anteil enthalten – ganz nach dem Motte „wie bastelt man eine Maus?“.

Die natürlichste Art der Ernährung ist die

biologisch artgerechte Rohfütterung (barf)

Hier bekommt die Katze ausschließlich Fleisch, welches jedoch zur gesunden Ernährung der Katze noch mit Zusätzen, den so genannten Supplementen versetzt werden muss!

Viele Menschen, mitunter auch Tierärzte lehnen diese Art der Fütterung ab. Oft gibt es Bedenken bezüglich Salmonellen und Würmern. Doch wenn Sie die normalen Hygienemaßnahmen, die man bei der Verarbeitung von rohem Fleisch IMMER beachten sollte beherzigen, können Sie diese Art der Fütterung bedenkenlos wählen! Gesünder können Sie Ihre Katze dann kaum noch ernähren!

Sämtliche Raubkatzen in Wildparks und Zoos werden ausschließlich mit rohem Fleisch ernährt! Hier würde NIEMAND auf die Idee kommen seine Bedenken zu äußern – und die logische Schlussfolgerung daraus ist doch – auch eine kleine Katze – ist noch immer eine Katze!!!!

Für Interessierte hier dazu ein Beitrag der ganzheitlich praktizierende Tierärztin Celeste Yarnall. Ph.D. „warum Rohfutter?“ mit freundlicher Genehmigung und Übersetzung ins Deutsche von Ingrid Balzer.

Fragen sie sich doch einmal was Ihre Katze in der Natur fressen würde? Keine Katze läuft schließlich mit einem Herd auf dem Rücken durch die Natur 😉 um Ihr Mittagessen vorher gar zu kochen!

weitere Informationen zum Thema aus:
Elizabeth Hodgkins: Your Cat – Simple New Secrets For A Longer, Stronger Life –
„die Katze ist, was sie isst“

Zur Rohfütterung, der Zubereitung von Futter und der Futterumstellung können Sie sich gern auf den Seiten der Savannacats informieren. Die Savannah Cats werden schon seit vielen Jahren auf diese Art ernährt und bisher gab es nie Probleme. Selbstverständlich werden Ihnen diese Erfahrungen auch allen anderen „Barfer „bestätigen können.

Auch die Seidentiger werden fast zu 100% gebarft!

Ein erheblicher Vorteil der Fütterung mit rohem Fleisch und Knochen ist natürlich auch die Pflege des Katzengebisses. Wenn man sich unter den nahe der Natur ernährten Katzen umsieht, gibt es dort wesentlich weniger Probleme mit Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und faulen Zähnen. Ganz ausschließen kann man derartige Erkrankungen dennoch nicht, da hier auch die erbliche Veranlagung eine Rolle spielt. Zur Unterstützung der Zahngesundheit kann ich die Rohfleischfütterung dennoch nur empfehlen!

Hier nun noch ein Erfahrungsbericht zur Umstellung auf Rohfleisch von Nicole Gernemann zur Motivation aller, die Ihre Katzen gern auf Rohfutter umstellen wollen und die Miez davon so garnicht zu überzeugen ist. Die „drei Stufen der Verachtung“mit freundlichen Genehmigung der Autorin.

Falls Sie nun nach den Kosten der Rohfleischfütterung fragen… Sie werden staunen, in vielen Fällen ist diese Art der Fütterung sogar günstiger als die Fütterung von Dosenfutter.
Hier ein Rechenbeispiel dazu: blaue-samtpfote.de

Auch auf diesen Seiten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
dubarfst, blaue-samtpfote.de

Supplemente, Zusätze und Futter erhalten Sie unter anderem in folgenden Shops:
lillysbar, lucky-land, das-tierhotel
(mit denen wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben)

Schon nach kurzer Zeit werden Sie feststellen, wie toll Ihre Fellnase aussieht… gesund, munter, mit glänzendem Fell und strotzend vor Energie und Kraft – was will man mehr?

Selbst unserem Mäuslein hat die Umstellung auf Rohfleisch im schon leicht betagten Alter von 16 Jahren noch super gut getan! Sie war immer ein besonders zierliches Kätzchen (knapp 2,8 Kg) und hat an jedem Futter pausenlos was zum mäkeln gefunden. Seit der Umstellung gibt es keine Mäkeleien mehr. Sie frisst mit Appetit und konnte im Laufe der Zeit sogar ein halbes Kilo an Gewicht zulegen. Sie sah einfach SUPER aus, war gesund und fühlte sich wohl!

Natürlich dürfen Sie die Frage nach der Rohfleischfütterung nicht gerade jemandem stellen, der mit dem Vertrieb oder Verkauf von Fertigfuttermitteln seinen Lebensunterhalt verdient….. Hier eine objektive Antwort zu bekommen, wird schwer werden. Leider sind die geäußerten Bedenken oft keineswegs zum Wohle und der Gesundheit der Katze, sondern haben immer etwas mit Geld zu tun.
Wer barft, kauft eben kein Dosenfutter mehr!

Sollten wir Sie jetzt noch immer nicht überzeugt haben, geht es natürlich (wie in vielen anderen Haushalten) auch anders!

Gutes Katzenfutter aus der Dose…

… besteht zum größten Teil aus Fleisch (nicht aus „Fleisch und Fleischnebenerzeugnissen“). Eier und Milchprodukte sind nur zu einem kleinen Teil enthalten, genau wie Innereien.
Sowohl der Getreide als auch der Zuckeranteil sollte möglichst klein sein, genau wie der Anteil an Gemüse (Kohlenhydrate und Fasern). Weiterhin sind hochwertige Fettlieferanten (mind. 10% in Trockensubstanz), tierisch (Hühnerfett, Fischöl) und pflanzlich (Distelöl, Sonnenblumenöl, Leinsamen, Maisöl, Rapsöl) enthalten, gefolgt von einer langen Liste von Vitaminen und chelatierten Mineralien.

Weitere, ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie bei cats-country:

Sofern Sie sich aus Ihren ganz persönlichen Gründen also nicht für diese Art der Rohfleischfütterung begeistern können, ist NATÜRLICH auch eine teilweise Roh/Nassfutterfütterung bzw. komplette Ernährung mit Dosenfutter möglich.

Wenn Sie sich also ausschließlich zur Fütterung von Nassfutter aus der Dose möglicht mit hochwertigem Premiumfutter entschieden haben – oder sich eventuell auch für die Variante von einem Mix aus Premiumfutter mit dem etwas günstigeren Nassfutter der Discounter gemischt, entschlossen haben (man will ja auch auf den Geldbeutel achten), kann man auch dies mit Sicherheit noch als eine gute Art der Ernährung Ihrer Miez bezeichnen.

Bitte beachten Sie beim Dosenfutterkauf also unbedingt die den Proteinanteil, der möglichst hoch sein sollte. Das Futter sollte möglichst KEINEN ZUCKER enthalten und auch nur wenig Gemüse, Kräuter oder andere Zusätze, die oft in den Ohren des Käufers sehr gut klingen, der Katze aber keinerlei gesundheitliche Vorteile bringen.

Füttern Sie lieber immermal ein paar Hühnerhälse, Hühnerbrust oder Rindfleischstücken zusätzlich!

Bitte achten Sie jedoch darauf KEIN ROHES SCHWEINEFLEISCH zu verfüttern!

Nähere Informationen finden Sie hier: kein rohes Schweinefleisch

Trockenfutter

Trockenfutter ist für Katzen NICHT ZU EMPFEHLEN!

Trockenfutter ist für Katzen NICHT ZU EMPFEHLEN!
Warum eigentlich nicht???

1. Die Katze kann nur mit Fleisch und den darin enthaltenen Proteinen richtig funktionieren. Im Trockenfutter sind aber fast 50 % Getreide, damit die Herstellerfirma die trockenen Pellets daraus formen kann.
Das Getreide ist sozusagen der KLEBSTOFF, der die restlichen Zutaten zusammenklebt. Das allein klingt schon mal nicht wirklich appetitlich?

Damit die Katze das Trockenfutter überhaupt frißt – denn es riecht für Katzennasen NICHT gerade sehr lecker nach Fleisch – werden Fettreste draufgesprüht, die im Übrigen sehr leicht ranzig werden. Außerdem werden Geschmacksverstärker/ Lockstoffe, Konservierungsmittel, Aroma und vieles andere zugefügt, was dem gesamten Verdauungstrakt der Katze eigentlich ÜBERHAUPT NICHT gut tut.

2. Katzen sind Tiere, die seit Urzeiten Ihren Flüssigkeitsbedarf fast ausschließlich über das Futter auffüllen. Daher trinken sie von Natur aus sehr wenig.

Trockenfutter entzieht der Katze nun auch noch Feuchtigkeit. (Werfen Sie doch mal einige Trockenfutterbröckchen in eine Schüssel mit Wasser. Sie werden sehen, wie die Bröckchen aufquellen.)

Die Beutetiere der Katze (Mäuse, Vögel, Eichhörnchen, Insekten usw) enthalten so viel Wasser, wie die Katze braucht, um die Nährstoffe an Wasser zu binden, damit sie von den Körperzellen aufgenommen werden können, die sie zur Energieversorgung brauchen. Eine Katze kann nur das was sie täglich trinkt den großen Wassermangel, der durch das Trockenfutter entsteht, niemals ausgleichen.
Sie müßte ca.70% ihres Futters „trinken“ um ihren Bedarf zu decken.
Dosenfutter enthält viel mehr Flüssigkeit, daher ist es dem Trockenfutter IN JEDEM Fall vorzuziehen!!!

3. Der bereits erläuterte Wassermangel führt zu einem sehr konzentrierten Urin, der Nieren und Blase schädigen kann und den Boden für die Ansiedlung von krankmachenden Bakterien bereitet.

Die hohen Mengen Getreide und anderen Kohlenhydrate überfordern die Bauchspeicheldrüse der Katze , die nicht genug Insulin produzieren kann, weil sie das für ihr normales Futter gar nicht braucht. Leber und Bauchspeicheldrüse werden also als nächstes überfordert.

4. Sofern die Katze Probleme mit dem Harnapparat hat, kann das Füttern von Kohlenhydraten (die ja in jedem Trockenfutter enthalten sind) der Entstehung von Harnwegsproblemen sogar noch Vorschub leisten.
Dies kann sogar dann passieren, wenn Sie hochwertiges Nassfutter geben oder sogar barfen.
Auch hier besteht durch Zufüttern von Trockenfutter die Gefahr der Harnsteinbildung.

Sie sehen, Krankheiten sind also vorprogrammiert! Es ist natürlich nicht gesagt, dass Ihre Katze kein Trockenfutter bekommen darf – hier und da als Leckerli eingesetzt ist es mit Sicherheit kein Problem.
Als Leckerei empfehlen würde ich jedoch immer die im Handel angebotenen verschiedenen Sorten Trockenfleisch.

Sollten Sie als Leckerchen nicht auf Trockenfutterbröckchen verzichten wollen, so sollten diese jedoch nur als Leckerlis gegeben werden. Gute und Getreidefreie Sorten sind z.B. von Cats country: natural cat – medowland oder active cat – huhn.

So bleibt der Stubentiger lange gesund und glücklich.

 

Die tägliche Nahrung der Katze sollte (auch bei hochwertigem Trockenfutter) in jedem Fall zum größten Teil aus Nassfutter bestehen!!

Was dann?

Wenn Sie sich nun fragen, was tue ich, wenn ich Rohfleisch einfach nicht verfüttern kann oder möchte??? Nicht jeder kann oder mag es! …und auch nicht jeder kann immer gutes und daher auch vor allem teures Premiumdosenfutter kaufen – was also tun???.

In diesem Fall raten wir Ihnen:
Wenn Sie eine relativ hochwertige Futtersorte gefunden haben, die Ihrem Kätzchen schmeckt und gut tut, der Tierarzt bei jedem Besuch zufrieden ist und das Fell Iher Miez locker und gesund aussieht, lassen Sie sich durch die verschiedenen Anbieter und Angebote nicht aus der Ruhe bringen und bleiben Sie bei der gewohnten Nassfuttersorte! Eine unbedachte und ständige Futterumstellung ruft nicht selten Durchfall hervor, der lange anhalten kann und nur schwer wieder in den Griff zu bekommen ist. Manche Sorten Futter werden auch einfach nciht gut vertragen…Um trotzdem Abwechslung in den Futternapf zu bingen, können wir folgende Alternativen empfehlen:

  1. Beimischen von gedünstetem, naturbelassenem Fisch oder
  2. gekochtem Geflügelfleisch
  3. füttern Sie ruhig auch hin und wieder Quark oder Hüttenkäse oder mischen Sie dieses unter das Katzenfutter
  4. geben Sie hin und wieder ein rohes Eigelb ( bitte nur frische Eier geben – Salmonellengefahr beachten!)
  5. auch frisches Rindfleisch vom Metzger in relativ großen Stücken (dies natürlich nur bei erwachsenen Katzen) bringt Abwechslung uns Spaß beim Fressen
  6. Thunfisch aus der Dose (naturbelassen in Wasser eingelegt – NICHT in Öl!) wird auch gern mal genommen
  7. hin und wieder kann man auch etwas gekochten Reis (ohne Zugabe von Salz und Gewürzen) unter das Futter mogeln – dies macht sich besonders bei Katzen mit Übergewicht gut!

Ausschließlich zum Selbstherstellen von Katzenfutter überzugehen ist zumindest in der Anfangsphase etwas aufwändig, da man keinen der wichtigen Zusatzstoffe ausser Acht lassen darf. Mit ein wenig Übung ist aber auch dies kein Problem.

In jedem Fall ist jedoch, wie bereits erwähnt, – BEI ALLEN KATZEN – auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung zu achten.

Gerade aber bei einer Rasse wie der Ragdoll verliert das seidige Fell bei falscher Ernährung schnell an Glanz, wirkt matt und liegt am Körper an. Bei richtiger Ernährung jedoch ist das Fell der Ragdoll aufgerichtet und wirkt plüschig.